Eigentlich beginnt für Larry Crowne alles so, wie man es sich erwartet: Er wird in den Pausenraum gerufen, in fester Erwartung, einmal wieder den Titel „Mitarbeiter des Monats“ abzustauben. Stattdessen landet er auf der Straße. Die Erklärung genauso simpel wie verwirrend: Larry Crowne hat kein Studium, kann also nicht weiter aufsteigen. Um zu verhindern, dass er sich durch eine stagnierende Karriere diskriminiert fühlt, entlässt man ihn lieber.

Ein absurder Witz, den Tom Hanks für sein zweites Werk, bei dem er die Regie leitete, gut auch auf den ganzen Film hätte übertragen können. Dann wäre Larry Crowne auch im Kino gut und gerne sehenswert gewesen. Doch leider schaffte es Hanks nicht, Larry Crowne dauerhaft in solche kontroversen Situationen zu bringen.

Stattdessen hält sich dieser getreu an sein Motto, dass aus der Niederlage eine Chance erwachse und beginnt so, den Zuschauer Stück für Stück mehr zu langweilen. Die Schritte von Larry Crowne sind schließlich vorhersehbar, die Romanze mit Julia Roberts zu kitschig, um wahr zu sein, aber vertrauenswürdig genug, um keine Lacher einzusacken. Schade, Tom Hanks!